



Die All-on-4-Implantatbehandlung dient dazu, einen vollständigen Zahnbogen mit fehlenden oder nicht langfristig erhaltungsfähigen Zähnen durch eine festsitzende Versorgung wiederherzustellen. Statt jeden fehlenden Zahn durch ein einzelnes Implantat zu ersetzen, tragen vier strategisch positionierte Implantate einen festsitzenden Zahnersatz im Ober- oder Unterkiefer.
Die Verteilung der Implantate spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die beiden vorderen Implantate werden in der Regel eher vertikal eingesetzt, während die beiden hinteren Implantate abhängig vom vorhandenen Knochenangebot und den anatomischen Strukturen abgewinkelt positioniert werden können. Dadurch lässt sich der vorhandene Knochen effizient nutzen – insbesondere, wenn das Knochenvolumen im Seitenzahnbereich aufgrund von Knochenabbau oder einer Ausdehnung der Kieferhöhle begrenzt ist.
Eine All-on-4-Prothese ersetzt üblicherweise etwa 10 bis 12 Zähne pro Kiefer. Anzahl, Position und Gestaltung der Ersatzzähne richten sich jedoch nach der Kieferanatomie, den Kaukräften, dem verfügbaren prothetischen Raum und den individuellen prothetischen Anforderungen.
All-on-4 ist keine Universallösung für jeden Patienten. Vor einer Empfehlung beurteilt Dr. Ali İlker Baştan die dreidimensionale DVT-Aufnahme, die Knochenverteilung, die Kaukräfte, die verbliebenen Zähne, die Krankengeschichte und die langfristigen Anforderungen an Pflege und Nachsorge. Auf Grundlage dieser Untersuchung entscheidet er, ob All-on-4, All-on-6 oder eine andere Implantatbehandlung für den jeweiligen Patienten die geeignetste und am besten planbare Lösung darstellt.
Bei Dera Dental wird jeder All-on-4-Fall persönlich von Dr. Ali İlker Baştan (DDS, MSc, PhD) beurteilt und geplant. Als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg verfügt er über rund 25 Jahre klinische Erfahrung in der komplexen Implantologie.
Dr. Baştan begleitet sowohl die chirurgische als auch die prothetische Behandlungsphase. Diese kontinuierliche Betreuung ist bei einer All-on-4-Versorgung besonders wichtig, da Implantatpositionierung, Angulation der hinteren Implantate, Bissbalance, prothetische Gestaltung und Materialauswahl aufeinander abgestimmt werden müssen.
Wir wenden nicht bei jedem Patienten dieselbe Lösung mit vier Implantaten an. Bevor wir All-on-4 empfehlen, beurteilen wir das vorhandene Knochenvolumen und die Knochendichte, anatomische Einschränkungen, die Implantatverteilung, die Gesundheit des Zahnfleisches, die Kaukräfte, möglichen Bruxismus, die gegenüberliegenden Zähne beziehungsweise den vorhandenen Zahnersatz sowie die langfristigen Anforderungen an Reinigung und Nachsorge.
Wenn All-on-4 keine ausreichende Unterstützung bieten würde, kann Dr. Baştan All-on-6, zusätzliche Implantate, einen Knochenaufbau oder eine andere prothetische Gestaltung empfehlen. Sind vier optimal positionierte Implantate klinisch ausreichend, empfehlen wir hingegen nicht automatisch eine umfangreichere Behandlung.

In der Regel sind zwei Aufenthalte erforderlich: etwa 5 Tage für die chirurgische Phase und 7 Tage für die definitive prothetische Versorgung. Der genaue Zeitplan kann je nach individuellem Behandlungsplan variieren.

Die All-on-4-Behandlung beginnt bei 5.650 € pro Kiefer. Die endgültigen Kosten hängen vom Implantatsystem, dem Prothesenmaterial und eventuell erforderlichen Zusatzbehandlungen ab.

Wir gewähren eine lebenslange Garantie auf den Implantatkörper und eine fünfjährige Garantie auf die definitive Prothese – gemäß den Bedingungen unserer Garantierichtlinie.


All-On-4 pro Kiefer
All-On-4 pro Kiefer
All-On-4 pro Kiefer






Dera Dental ist eine inhabergeführte Boutique-Klinik und kein auf hohe Patientenzahlen ausgerichtetes Zentrum für Zahntourismus. Jeder Fall einer festsitzenden Versorgung des gesamten Zahnbogens wird persönlich von Dr. Ali İlker Baştan geplant und begleitet.
Unser Ziel ist es, erhaltungsfähige natürliche Zähne wann immer möglich zu bewahren. All-on-4 wird nur empfohlen, wenn die verbliebenen Zähne im betreffenden Kiefer langfristig nicht zuverlässig erhalten werden können oder bereits vollständige Zahnlosigkeit besteht.
Wir entscheiden uns nicht allein deshalb für All-on-4, weil weniger Implantate eingesetzt werden oder ein niedrigerer Preis angeboten wird. Implantatverteilung, Knochenanatomie, Kaukräfte, Länge des posterioren Freiendbereichs, Prothesenmaterial und Reinigungsmöglichkeiten müssen den Behandlungsplan unterstützen.
Wenn vier Implantate keine geeignete Verteilung oder ausreichende Unterstützung ermöglichen, kann Dr. Baştan All-on-6 oder eine andere Implantatkonfiguration empfehlen. Bieten vier korrekt positionierte Implantate hingegen eine ausreichende Unterstützung, bringen zusätzliche Implantate möglicherweise keinen relevanten klinischen Vorteil.

All-on-4 kann infrage kommen, wenn Sie vollständig zahnlos sind – also alle Zähne in einem Kiefer fehlen – oder wenn Ihre verbliebenen Zähne langfristig nicht zuverlässig erhalten werden können. Dieses Konzept kann besonders geeignet sein, wenn der vorhandene Knochen hauptsächlich im Front- und Prämolarenbereich des Kiefers zur Verfügung steht.
Abhängig von der individuellen Anatomie kann Dr. Ali İlker Baştan (DDS, MSc, PhD) die hinteren Implantate angewinkelt positionieren. Dadurch lässt sich der vorhandene Knochen effizient nutzen, die Implantatverteilung optimieren und der posteriore Freiendbereich – der nicht abgestützte Abschnitt hinter dem letzten Implantat – verkürzen.
Abgewinkelte Implantate machen einen Knochenaufbau oder eine Sinusoperation nicht automatisch überflüssig. Der endgültige Behandlungsplan richtet sich nach den Ergebnissen der dreidimensionalen DVT-Aufnahme, der Knochenverteilung, anatomischen Einschränkungen, den Kaukräften und den langfristigen prothetischen Anforderungen.
In bestimmten Fällen kann Dr. Baştan feststellen, dass All-on-4 geeigneter ist als All-on-6. Dies kann der Fall sein, wenn vier günstige Implantatpositionen eine angemessene prothetische Unterstützung ermöglichen – insbesondere, wenn im Seitenzahnbereich nur begrenzt Knochen vorhanden ist und zusätzliche Implantate an weniger geeigneten Positionen eingesetzt werden müssten.
All-on-6 oder eine andere Implantatkonfiguration kann empfohlen werden, wenn eine breitere Implantatverteilung anatomisch möglich ist und einen relevanten klinischen Vorteil bietet. Die Entscheidung richtet sich nach der Implantatpositionierung und der prothetischen Unterstützung – nicht allein nach der größtmöglichen Anzahl an Implantaten.
Patienten fragen uns häufig, ob sie sich für All-on-4 oder All-on-6 entscheiden sollten. Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Anzahl der Implantate. Eine höhere Implantatanzahl garantiert jedoch nicht automatisch ein besseres Behandlungsergebnis.
All-on-4 erfordert vier günstige Implantatpositionen und kann besonders geeignet sein, wenn sich der verfügbare Knochen hauptsächlich im Front- und Prämolarenbereich befindet. Abhängig von der individuellen Anatomie können die hinteren Implantate angewinkelt positioniert werden, um den vorhandenen Knochen effizient zu nutzen und den nicht abgestützten hinteren Bereich der Prothese zu verkürzen.
All-on-6 setzt ein ausreichendes Knochenangebot an sechs geeigneten Implantatpositionen voraus. Ist diese breitere Verteilung anatomisch möglich, können die zusätzlichen Implantate dazu beitragen, die Kaukräfte auf mehr Stützpunkte zu verteilen. Sechs Implantate bieten jedoch keinen klinischen Vorteil, wenn die zusätzlichen Implantate in ungünstigem Knochen oder an Positionen eingesetzt werden müssten, die die Prothese nicht sinnvoll unterstützen.
All-on-4 umfasst in der Regel weniger Implantatpositionen und kann daher weniger umfangreich und kostengünstiger als All-on-6 sein. Die endgültige Entscheidung sollte dennoch nicht ausschließlich anhand der Kosten oder der Implantatanzahl getroffen werden.
Dr. Ali İlker Baştan bestimmt die am besten geeignete Implantatkonfiguration nach Beurteilung der DVT-Aufnahme, der Knochenverteilung, anatomischer Einschränkungen, der Kaukräfte, eines möglichen Bruxismus, der gegenüberliegenden Zähne und der prothetischen Anforderungen. Ziel ist eine geeignete Implantatverteilung und langfristig stabile prothetische Versorgung – nicht der Einsatz der größtmöglichen Anzahl an Implantaten.
All-on-4 kann für Erwachsene geeignet sein, die alle oder einen Großteil ihrer Zähne in einem Kiefer verloren haben oder deren verbliebene Zähne langfristig eine ungünstige Prognose aufweisen.
Geeignete Patienten müssen über ausreichend Knochen an den vorgesehenen Implantatpositionen verfügen oder für eventuell notwendige Zusatzbehandlungen infrage kommen. Auch der allgemeine Gesundheitszustand, die Einnahme von Medikamenten, Rauchen, der parodontale Zustand, die Mundhygiene, die Kaukräfte und die Bereitschaft zu regelmäßigen Kontroll- und Nachsorgeterminen müssen beurteilt werden.
Die Eignung kann nicht allein anhand von Fotos festgestellt werden. Hierfür sind eine klinische Untersuchung und eine dreidimensionale DVT-Beurteilung erforderlich.

Eine Implantatbehandlung kann bei Patienten mit Diabetes infrage kommen, wenn die Erkrankung ausreichend eingestellt ist. Im Rahmen der präoperativen Untersuchung kann der HbA1c-Wert angefordert werden, da eine unzureichende Blutzuckereinstellung mit verzögerter Wundheilung, Infektionen, periimplantären Entzündungen und einer weniger vorhersagbaren Osseointegration verbunden sein kann.
Es gibt keinen einzelnen HbA1c-Grenzwert, der bei jedem Patienten über die Eignung entscheidet. Dr. Baştan beurteilt die aktuelle Blutzuckereinstellung, die Krankengeschichte, die eingenommenen Medikamente, die Heilungsfähigkeit und den Umfang des geplanten Eingriffs. Bei schlecht eingestelltem Diabetes kann die Behandlung verschoben und eine ärztliche Rücksprache angefordert werden.
Nach Angaben der American Dental Association gilt eine Implantatbehandlung bei Patienten mit gut eingestelltem Diabetes im Allgemeinen als sicher und gut planbar. Bei schlecht eingestelltem Diabetes können sich die Heilung verzögern und die Behandlungsergebnisse weniger vorhersehbar sein.
Klinische Quelle: American Dental Association – Diabetes
Patienten, die Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer einnehmen, benötigen eine individuelle medizinische und chirurgische Risikobewertung. Diese Medikamente dürfen nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Kardiologen abgesetzt, reduziert oder verändert werden.
Dr. Baştan beurteilt die Art des Medikaments, den Grund für dessen Verordnung, den Umfang des geplanten Eingriffs und relevante Laborwerte. Falls erforderlich, wird das chirurgische Vorgehen mit dem behandelnden Arzt des Patienten abgestimmt.
Die All-on-4-Behandlung wird in der Regel während zweier Aufenthalte in Istanbul durchgeführt. Für den ersten Besuch sind normalerweise etwa fünf Tage für die Untersuchung, den chirurgischen Eingriff, die provisorische Versorgung und die postoperativen Kontrollen erforderlich.
Nach einer Einheilphase von üblicherweise etwa drei bis sechs Monaten kehrt der Patient für die definitive prothetische Versorgung zurück. Für digitale Scans oder Abdrücke, Anproben, Bissanpassungen und die endgültige Eingliederung empfehlen wir in der Regel einen Aufenthalt von etwa sieben Tagen.
Bei umfangreichen Knochenrekonstruktionen, Eingriffen an der Kieferhöhle, einer schrittweisen Implantation oder anderen komplexen Behandlungen können zusätzliche Termine oder ein längerer Aufenthalt erforderlich sein.

All-on-4 wird häufig so geplant, dass der vorhandene Knochen möglichst effizient genutzt wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass zusätzliche chirurgische Eingriffe grundsätzlich vermieden werden können.
Abhängig von der individuellen Anatomie und dem Zustand des Kieferknochens können folgende Behandlungen erforderlich sein:
Zusätzliche Maßnahmen werden nur dann empfohlen, wenn sie für eine geeignete Implantatpositionierung, ausreichende Stabilität, gute Reinigungsmöglichkeiten oder eine langfristig stabile prothetische Versorgung erforderlich sind.


Bei All-on-4 tragen vier strategisch im Kiefer verteilte Implantate einen festsitzenden Zahnersatz für den gesamten Zahnbogen. Bei einer konventionellen Implantatbehandlung können hingegen einzelne Implantate mit separaten Kronen oder Brücken verwendet werden, um einen oder mehrere fehlende Zähne zu ersetzen.
Abgewinkelt eingesetzte hintere Implantate können dazu beitragen, den vorhandenen Knochen effizient zu nutzen. All-on-4 bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auf einen Knochenaufbau oder eine Sinuslift-Operation verzichtet werden kann. Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der individuellen Anatomie, der Knochenverteilung und den prothetischen Anforderungen des Patienten ab.
Der Eingriff wird unter einem Anästhesieverfahren durchgeführt, das individuell auf den Patienten und den Umfang der Operation abgestimmt wird. Daher sollten während des Eingriffs keine Schmerzen empfunden werden. Druck oder Vibrationen können jedoch wahrgenommen werden.
Schwellungen, Blutergüsse, Druckempfindlichkeit und vorübergehende Beschwerden sind nach einer Implantatoperation für den gesamten Zahnbogen normal – insbesondere, wenn gleichzeitig Zahnextraktionen oder Knochenaufbaumaßnahmen durchgeführt werden.
Die Genesung verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich. Wir bezeichnen die All-on-4-Behandlung nicht als vollständig schmerzfrei; postoperative Beschwerden lassen sich jedoch in der Regel mit den verordneten Medikamenten, Kühlung und der Einhaltung der Pflegehinweise gut kontrollieren.
Eine All-on-4-Versorgung erfordert eine tägliche Reinigung im Bereich der Implantatverbindungen und unter dem festsitzenden Zahnersatz. In der Regel wird empfohlen, eine weiche Zahnbürste mit geeigneten Interdentalbürsten, spezieller Implantat-Zahnseide oder einer Munddusche zu kombinieren.
Eine regelmäßige professionelle Nachsorge ist unerlässlich. Bei den Kontrollterminen beurteilt der Zahnarzt das Zahnfleisch, die Stabilität der Implantate, den Biss, die Prothesenschrauben und den Zahnersatz. Falls es klinisch erforderlich ist, kann der Zahnersatz professionell abgenommen werden; der Patient kann ihn jedoch nicht selbst herausnehmen.
Die Reinigungsempfehlungen werden individuell an die jeweilige prothetische Konstruktion angepasst.
All-on-4-Prothesen sind festsitzend und können nicht vom Patienten selbst herausgenommen werden. Der Zahnersatz wird mit speziellen Prothesenschrauben an den Implantaten befestigt. Die Schraubenzugangskanäle werden anschließend vom Zahnarzt mit Kompositmaterial verschlossen.
Falls der Zahnersatz für eine professionelle Reinigung, Reparatur oder klinische Untersuchung abgenommen werden muss, darf dies ausschließlich durch einen qualifizierten Zahnarzt erfolgen.
Zahnimplantate sind für eine langjährige Nutzung ausgelegt. Dennoch kann nicht garantiert werden, dass ein Implantat oder Zahnersatz ein Leben lang hält.
Die Haltbarkeit hängt unter anderem von der Knochen- und Zahnfleischgesundheit, der Mundhygiene, dem Rauchen, dem allgemeinen Gesundheitszustand, den Kaukräften, möglichem Bruxismus sowie regelmäßigen professionellen Kontroll- und Nachsorgeterminen ab.
Implantatkomponenten und der prothetische Zahnersatz haben nicht zwangsläufig die gleiche Lebensdauer. Auch wenn die Implantate gesund und stabil bleiben, kann der festsitzende Zahnersatz aufgrund von Verschleiß, Frakturen oder Veränderungen des Bisses gewartet, repariert oder ersetzt werden müssen.
Wie jeder implantatchirurgische Eingriff ist auch die All-on-4-Behandlung mit möglichen Risiken und Einschränkungen verbunden. Dazu gehören:
Da der Zahnersatz von vier Implantaten getragen wird, kann der Verlust eines einzelnen Implantats die Stabilität und Konstruktion der gesamten Versorgung erheblich beeinträchtigen. Abhängig von der Position des Implantats und der klinischen Situation muss der vorhandene Zahnersatz möglicherweise angepasst oder neu angefertigt werden.
Wenn die klinischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann All-on-4 folgende Vorteile bieten:
Die tatsächlichen Vorteile hängen von der Anatomie des Patienten, der Verteilung und Primärstabilität der Implantate, der prothetischen Konstruktion sowie der langfristigen Pflege ab. All-on-4 ist nicht automatisch jeder anderen Behandlungsoption für einen vollständigen Zahnbogen überlegen.
Schwellungen und Druckempfindlichkeit sind in der Regel während der ersten Tage nach der Operation am stärksten ausgeprägt. Die Heilung des Weichgewebes schreitet normalerweise innerhalb der folgenden ein bis zwei Wochen voran. Die Genesungsdauer kann jedoch je nach Zahnextraktionen, Knochenaufbaumaßnahmen, allgemeinem Gesundheitszustand und individuellem Heilungsverlauf variieren.
Patienten sollten Kühlpacks entsprechend den Anweisungen verwenden, die verschriebenen Medikamente korrekt einnehmen und sich an die empfohlene weiche Ernährung halten. Harte oder sehr heiße Lebensmittel sollten während der ersten Heilungsphase vermieden werden.
Die Osseointegration dauert länger als die oberflächliche Wundheilung. In der Regel benötigen die Implantate etwa drei bis sechs Monate, um fest in den Knochen einzuheilen, bevor der endgültige Zahnersatz angefertigt wird. Dr. Baştan bestimmt den geeigneten Zeitpunkt anhand des Operationsverlaufs und der klinischen Nachkontrollen.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg
Klinische Quelle: American Dental Association – Oral Anticoagulant and Antiplatelet Medications and Dental Procedures
Patienten, die aktuell oder in der Vergangenheit Bisphosphonate, Denosumab oder andere knochenmodifizierende Medikamente eingenommen haben, müssen die Klinik vor der Behandlungsplanung darüber informieren.
Die Risikobewertung hängt vom jeweiligen Medikament, der Art der Verabreichung, dem Behandlungsgrund, der Anwendungsdauer, der Dosierung, früheren Eingriffen am Kiefer und weiteren medizinischen Risikofaktoren ab.
Diese Medikamente können nach invasiven zahnärztlichen Eingriffen mit einer medikamentenassoziierten Kiefernekrose (MRONJ) verbunden sein. Die Eignung für eine Implantation muss deshalb individuell beurteilt werden. Falls erforderlich, erfolgt eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
Ein einzelner Bluttest – einschließlich des Serum-CTX-Wertes – reicht nicht aus, um festzustellen, ob eine Implantation sicher durchgeführt werden kann.
Klinische Quelle: American Association of Oral and Maxillofacial Surgeons – Medication-Related Osteonecrosis of the Jaw: 2022 Update
Patienten, die im Kopf- oder Halsbereich eine Strahlentherapie erhalten haben, benötigen vor einer Implantation eine individuelle Risikobewertung. Das Risiko hängt von der Strahlendosis, dem behandelten Gebiet, der seit der Behandlung vergangenen Zeit, dem aktuellen Zustand des Gewebes und dem Umfang des geplanten Eingriffs ab.
Eine frühere Strahlentherapie kann das Risiko für eine beeinträchtigte Heilung und eine Osteoradionekrose erhöhen. Der geeignete Behandlungszeitpunkt lässt sich nicht anhand einer allgemeingültigen Wartezeit bestimmen. Bevor eine Implantatbehandlung erwogen wird, kann eine Rücksprache mit dem behandelnden Onkologie- oder Strahlentherapie-Team erforderlich sein.
Klinische Quelle: National Cancer Institute – Oral Complications of Cancer Treatment
Rauchen ist mit einer beeinträchtigten Heilung und einem erhöhten Risiko für frühzeitigen Implantatverlust, periimplantäre Erkrankungen und Komplikationen nach Knochenaufbaumaßnahmen verbunden.
Patienten sollten Dr. Baştan über das Rauchen von Zigaretten, die Nutzung von E-Zigaretten und jede andere Form des Nikotinkonsums informieren. Vor und nach dem Eingriff kann ein Rauchstopp oder eine deutliche Reduzierung empfohlen werden, um die Heilung zu unterstützen und die langfristige Prognose zu verbessern.